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Nach 10 Jahren Präsidentschaft in der ZV Steiermark – des steirischen Zweigs der Zentralvereinigung der Architekten Österreichs – hat Martin Krammer am 18. Jänner 2010 im Forum Stadtpark das Heft Martin Brischnik übergeben, der sich in Graz als Gründer des Architekturnetzwerkes „Living Rooms“ einen Namen gemacht hat. Brischnik diplomierte 2002 an der TU Graz bei Roger Riewe und konzipierte neben seiner Tätigkeit in den Büros Kada, Domenig & Wallner und LOVE im Netzwerk Ausstellungen, Wettbewerbe und Symposien, darunter ein viel beachtetes zum Thema Barrierefreiheit: „IN/OUT – Architektur für Alle“ (2008). Mit seinen journalistischen Beiträgen als freier Mitarbeiter von www.gat.st hat er sich den Ruf eines fundierten Kritikers und Analytikers erworben. Ex-Präsident Martin Krammer hat die internationale Schiene des vorherigen Vorstands Pernthaler/Riewe/Gangoly („Graz-Maribor“) weiter ausgebaut. Gemeinsam mit Iris Rampula, Johannes Wohofsky und Daniel Schlosser entstand zunächst der „Der Passive Innovator“ als Objekt und als Buch, der als einziger österreichischer Beitrag in Berlin beim UIA-Kongress 2002 ausgestellt wurde und als Denkanstoß die ersten Krammer-Jahre bestimmte. Im Kulturhauptstadtjahr 2003 organisierte Krammer den „Bauherrnpreis“ in der List-Halle und stellte gleichzeitig die Weichen für den Bauherrnpreis 2010 im Mumuth. Aufbauend auf Hanns Korens Trigon-Gedanken initiierte er ab dem Hanns-Koren-Bedenklahrjhr 2006 das mehrjährige „SLO ITA AUT“, eine Reihe von Vorträgen junger ArchitektInnen aus Graz und Wien, Ljubljana und Triest in Slowenien, Friaul/Julisch-Venetien hier im Grazer HdA, im Stadtmuseum Ljubljana und im Triestiner Yachtklub. Exkursionen nach Ljubljana/ Sežana/ Portorož und Triest (2009) synkopierten die neu geknüpften Beziehungen.
2008 feierte die ZV Österreich in Wien ihr 100-jähriges Bestehen - die ZV war bis 1958, also bis zur Gründung der Kammer, Berufsverband und Interessensvertretung der österreichischen ArchitektInnen. Krammer erarbeitete für die Festveranstaltung wesentliche Programmteile. Ein besonderes Anliegen war ihm auch die Veranstaltungsreihe „Im Büro meines Kollegen“, mit dem es ihm nach eigenen Worten gelang, „die ZV gut zu verstricken“. Die Vortragsserie in verschiedenen Architekturbüros soll weitergeführt werden und wurde als Format nach Wien übernommen.
Der Ex-Präsident hat mit seiner Großzügigkeit, seinem Weitblick und seinem umfassenden auch literarischen Wissen für den neuen Präsidenten die Latte hoch gelegt. Krammer hat in den letzten zehn Jahren mindestens 5200 Arbeitsstunden lang Ideen an Stadt- und LandespolitikerInnen geliefert, wahrscheinlich sogar mehr. Ohne die unentgeltlichen Leistungen dieser aufgeklärten Engagierten gäbe es die moderne zivile Kultur- und Wissensgesellschaft, vor allem die in Graz, nicht.
Bericht: Maria Nievoll
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Martin Krammer über seinen Abschied. Mehr...
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